Burnout/Burnout-Prävention
Der Begriff Burnout ( to burn out - ausbrennen ) kennzeichnet ein Zustand deutlicher physischer, psychischer und/oder emotionaler Erschöpfung, der nicht nur vorübergehend nach Belastung auftritt.
Da es sich um ein Syndrom handelt, liegen meist mehrere Symptome vor, die sehr vom betroffenen Individuum, dem Stadium und dem Ausmass der Erkrankung abhängen.
Burnout ist ein multikausales Geschehen, nicht nur eine einzige Ursachen, sondern das Zusammenwirken von verschiedenen “(Ursache-/Faktoren)” führen zu einem relevanten Burnout.
Das Erkennen bzw. diagnostizieren eines Burnouts ist in erster Linie auf die subjektive Beschreibung des Betroffenen, auf die subjektiven Beobachtungen von Therapeut/Arzt sowie die Ergebnisse diverser Laboranalysen zurückzuführen. Seit der Corona - Pandemie und somit auch entsprechender Existenz von Long-Covid sowie bereits lang bestehendem Krankheitsbild “Depression” sind Überschneidungen der Krankheitsbilder möglich und erfordern eine genaue Differentialdiagnostik.
Bei Burnout ist auf den Ebenen von Körper, Geist und Seele, also in der Gesamtheit unserer Strukturen und Funktionen ein Ungleichgewicht zu bezeichnen. Wenn die Waagschale von Belastungen im Gegenzug zu unseren Ressourcen über lange Zeit überwiegt, kann es zu verschiedensten Beschwerden und Symptomen kommen, welche sehr komplex sind.
In der Tat sind viele Menschen mit Burnout depressiv und viele an Depression erkrankte sind erschöpft und haben keinen Antrieb! Erschöpfung und Stress sind nicht dasselbe, haben aber eine gemeinsame Schnittmenge. Stress kann zu Erschöpfung führen und umgekehrt. Dasselbe gilt für die Depression und Erschöpfung. Burnout schliesslich weist meist Anteile von Stress, Depression und Erschöpfung in unterschiedlicher Wertigkeit auf.
Burnout-Symptome
Körperliche Ebene: Herzbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskuläre Verspannungen, diffuse Schmerzen am Körper, Rückenschmerzen, etc.
Mentale Ebene: Konzentrationsstörungen, Entscheidungsschwäche, Verminderte Belastbarkeit, Verminderte Motivation, Verminderte Kreativität, etc.
Emotionale Ebene: Unruhe, Nervösität, Pessimismus, Depressive Verstimmung, Gefühl der inneren Leere, Verminderter Selbstwert, Antriebslosigkeit, etc.
Erste Warnsignale von Burnout:
Ständiges Gefühl, unter Strom zu stehen - Unwohlsein beim Gedanken an Familie, soziales Umfeld und Arbeit oder ständiges Gedankenkreisen um diese Themen - Das Gefühl nicht mehr abschalten zu können - Das Gefühl, das Beziehung, Freundschaft und/oder Arbeit sinnlos ist - Das Gefühl, “nicht mehr zu können” - Körperliche Symptome
Burnout - Stufen/Burnout - Phasen
Es gibt unterschiedliche Modelle rund um Burnout - häufig ist jedoch das Drei-Phasen-Modell von Hans Selye, der bereits in den 30er Jahren Stress und seine Phasen beschrieben hat.
In diesen 3 Phasen: Burnoutstufe 1/Aktivierungsphase, Burnoutstufe 2/Widerstandsphase und Burnoutstufe 3/Erschöpfungsphase kommt es in den ersten 2 Phasen/Stufen zur vermehrten Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol. Diese führen zu verschiedenen Symptomen wie Schwitzen, Herzklopfen, Harndrang, Unruhe, erhöhtem Blutzucker, erhöhtem Blutdruck, Schwindel, Schlafstörungen usw.
In der Burnoutstufe 3/Erschöpfungsphase mit Abfall der Stresshormone beginnen dann die nachhaltigen Erkrankungen wie erhöhte Infektneigung, schweres Erschöpfungsgefühl, Verdauungsstörungen, Herzbeschwerden, Resignation und viele mehr richtig zu greifen.
Was tun bei Burnout?
Noch besser, was tun, um Burnout vorzubeugen?
Da Burnout wie bereits erklärt ein multikausales Geschehen ist mit verschiedensten Ursachen im Hintergrund, zudem jedes Individuum über ein eigenes Potential an Ressourcen/Resilienz verfügt, ist Burnouthilfe/-Behandlung sowie Burnout-Prävention so individuell wie die betroffene Person.